Super Sonntag 2. September 2006
Kultur im "Café Curioso" bestand die Feuertaufe
Nostalgisches Kabarett
Heinsberg (gk/pkü).
„Mein kleiner grüner Kaktus kam als Zugabe und veranlasste die Gäste zu erneutem lang andauernden Beifall. Vorausgegangen war eine fast zweistündige unterhaltsame Mini-Revue vor ausverkauftem Haus. Das über den letzten Platz hinaus gefüllte Cafe Curioso in Dremmen war jetzt zwei Mal innerhalb kurzer Zeit zur Kabarettbühne aufgestiegen. ...Hermann Ruhr und Bastian Stoltzenburg sind beide für sich das, was man gemeinhin mit „Unikum“ bezeichnet. In den Figuren „Willy und Paul“ kommen die Stärken der Beiden deutlich zum Vorschein: Sowohl pantomimisch als auch stimmlich ergänzen sich die Schauspieler aufs Köstlichste und wachsen so zu einem fulminanten Duo zusammen...
...Das Programm - von den Beiden selbst geschrieben— zusammengefasst: Eine Achterhahnfahrt an gespielten Sketchen und nostalgischen Schlagern...
...Ein besonderer Gag: Englische Lieder ‚Only You mit „Simultanübersetzung“. Erwähnenswert auch die ..üppige“ lnstrumentalbegleitung mit zwei Ukulelen (Minigitarren)...Apropos: Bühne. Die war eigentlich gar nicht vorhanden. Die Schauspieler befanden sich auf gleicher Höhe mit den Gästen. die nur durch eine Tischreihe vom Geschehen getrennt waren. „Das ist schon eine ungewohnte Situation“, so Hermann Ruhr, der normalerweise vor Fernsehkameras steht, „aber so kommt sehr schnell eine schöne und intensive Stimmung beim Publikum zustande.“
Südkurier 11. November 2006
Willy und Paul bringen Vergnügen
Rund 120 Zuschauer verbrachten zwei vergnügliche Stunden mit den Entertainern „Willy und Paul" bei ihrer „komödiantischen Revue mit musikalischen Einlagen".Die Veranstaltung, gesponsert vom SÜDKURIER-Medienhaus, fand im vollbesetzten „Event-Kuhstall"des Historischen Landgasthofes Rössle in Tiefenhäusern statt.
...Willy & Paul sind keine Comedians im eigentlichen Sinne. Ihre Pointen kommen nicht Schlag auf Schlag, sondern ergeben sich, wie es scheint, rein zufällig und sind doch immer passend gesetzt. Auf der Bühne kommen sie dabei mit ganz einfachen Requisiten aus und verzichten auf ausgefeilte Bühnentechnik. So genügen an diesem Abend zwei einfache Barhocker und eine Leiter als Hilfsmittel...So macht sich Paul beispielsweise mit der Bemerkung „In der Ehe kann man wunderbar Probleme des Lebens lösen, die man alleine nicht gehabt hätte" über die Ehe lustig, um gleich darauf gefühlvoll mit klarer Stimme „Wenn Du einmal Dein Herz verschenkst, dann komm zu mir" ein Liebeslied zum Besten zu geben...
...Neue Erkenntnis vermitteln Willy & Paul bei ihrer Darstellung der Entstehungsgeschichte des Bodensees. „Der Bodensee sorge mit seinem Wasser für das notwendige Gleichgewicht der Alpen", so Paul Grünspan. Aber auch das Publikum wird in die Bühnenshow mit einbezogen. Etwa bei einem „streng wissenschaftlichen Hypnose-Experiment":
...Das zufriedene Publikum forderte lautstark mehrere Zugaben.
Südkurier 23. Mai 2007
Sprüch’ und Gesang zwischen Weinregalen
Vergnügliche Unterhaltung mit
„Willy und Paul “
in Meersburg
... prasselt ein komödiantisches Feuerwerk an hintersinnigem Witz auf das Publikum im Meersburger Weinlokal „Im Truben“ in der Steigstraße nieder.
Es ist Kleinkunst im besten Sinne. In dem kleinen Raum, noch beengt durch Tische und Weinregale, können die beiden Komödianten nur auf Tuchfühlung agieren. Dadurch entsteht eine Intimität, wie geschaffen für ihre humoristischen Einlagen.
– die beiden sind ein eingespieltes Team und jeder für sich ein Original.
Beide sind gestandene, ausgezeichnete Schauspieler und Entertainer, die ihre Vielseitigkeit in vielen Aufführungen und Fernsehauftritten unter Beweis stellten.
Ein Gewinn für Meersburg, eben Kleinkunst ganz groß. Vielleicht für André Käthner vom Weinkeller ein Anreiz, in dieser Richtung weitere Veranstaltungen anzubieten.
CHRISTA MÜHLBAUER
Badische Zeitung 4.Dezember 2007
Feinsinniger und luftiger Humor über der Gürtellinie
Hermann Ruhr und Bastian Stoltzenburg bezogen das Publikum in der „Goldenen Krone" in ihre Späße mit ein
ST. MÄRGEN. Die beiden Schauspieler boten „Varieté und Comedy" vom Feinsten, mit Liedern vor allem aus den 30er Jahren, gespielt auf zierlichen Ukulelen, garniert mit Sprachwitz und intelligenten Späßen, in die das Publikum auf amüsante Art mit einbezogen wurde.
... Von Anfang an bezogen die beiden clownesken „eineiigen Zwillinge", die sich nach eigenem Bekunden sehr ähnlich sehen, das Publikum mit ein, ohne die betreffenden „Opferlämmer" bloßzustellen...
Angenehm einfach, aber umso wirkungsvoller waren die Mittel, mit denen
die beiden ihre Scherze und Sprachakrobatik darboten...
...und die Musik kam allein aus einer gelben und einer roten Ukulele sowie den geübten Kehlen der beiden Sänger.
...Besonders angenehm fiel das Niveau der Scherze auf. Anders als bei vielen Kabarettisten üblich, waren sie nicht verletzend, grob oder unter der Gürtellinie, sondern feinsinnig und intelligent, ir- gendwie luftig und leicht, dennoch unmissverständlich und prägnant. Und vor allem sehr lustig....Das Publikum dankte ihnen mit anhaltendem Applaus und ließ sie erst nach der dritten Zugabe ziehen.
Alexandra Wehrle